top of page

Resilienz in Zeiten des Wandels - wie wir in schwierigen Phasen Halt in uns selbst finden

Rote Boote im Himmel


Es gibt Zeiten im Leben, in denen sich der Boden unter den Füßen plötzlich unsicher anfühlt. Vertrautes bröckelt, Gewissheiten lösen sich auf, Wege, die einmal klar schienen, verschwimmen. Krisen und Umbrüche kommen oft nicht leise – sie fordern uns heraus, innerlich wie äußerlich.

Und doch liegt genau in diesen Zeiten eine besondere Einladung: die Einladung, unsere eigene Resilienz zu entdecken und zu stärken.


Was Resilienz wirklich bedeutet

Resilienz wird häufig als „Widerstandskraft“ beschrieben. Doch für mich bedeutet sie mehr als nur Durchhalten. Resilienz ist die Fähigkeit, mit dem, was ist, in Beziehung zu bleiben – auch dann, wenn es schmerzt, verunsichert oder Angst macht.

Resiliente Menschen sind nicht diejenigen, die keine Krisen haben. Sie sind diejenigen, die lernen, sich selbst durch Krisen hindurch zu tragen.



Warum Zeiten des Wandels uns so tief berühren

Wandel rührt an unsere Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Orientierung. Wenn alte Strukturen weg brechen, fühlen wir uns schnell klein, machtlos oder überfordert. Vielleicht erkennst du Gedanken wie:

  • So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt.“

  • „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.“

  • „Ich fühle mich müde vom Kämpfen.“


Diese Reaktionen sind menschlich.Sie zeigen nicht Schwäche, sondern Sensibilität für das, was wirklich zählt.



Der erste Schritt: innehalten statt weglaufen

Resilienz beginnt nicht mit Aktion – sondern mit Zuwendung. Mit der Entscheidung, nicht vor dem eigenen Erleben zu fliehen.

Manchmal genügt ein stiller Moment, in dem du dir selbst die Frage stellst:

Was brauche ich gerade wirklich?

Vielleicht ist es Ruhe. Vielleicht Klarheit. Vielleicht jemand, der einfach zuhört.

Je ehrlicher diese Antwort, desto stabiler wird dein innerer Boden.



Kleine Anker im Alltag

Resilienz wächst nicht in großen Sprüngen, sondern in kleinen, bewussten Gesten:

  • ein täglicher Spaziergang ohne Ziel

  • drei tiefe Atemzüge, bevor du reagierst

  • ein Satz, den du dir selbst schenkst :„Ich darf langsam sein.“


Diese scheinbar einfachen Momente senden deinem Nervensystem die Botschaft: Ich bin in Sicherheit. Ich darf da sein.

Und genau daraus entsteht innere Stärke.


Vertrauen lernen – auch ohne fertigen Plan

Zeiten des Wandels konfrontieren uns mit Unsicherheit. Doch manchmal liegt die tiefste Kraft darin, nicht sofort Antworten zu haben.

Vertrauen bedeutet nicht, alles zu wissen. Vertrauen bedeutet, dich selbst in deinem Nichtwissen zu halten – liebevoll, geduldig, offen.

Wenn du beginnst, dem Prozess zu vertrauen, beginnt auch dein inneres System, sich neu zu ordnen.


Du musst diesen Weg nicht allein gehen

Resilienz heißt nicht, alles alleine zu schaffen . Im Gegenteil: Verbindung ist eine der stärksten Ressourcen in Krisenzeiten.

Sprich über das, was dich bewegt. Bitte um Unterstützung. Lass dich begleiten.

Gemeinsam trägt sich Schweres leichter.



Ein leiser Mut

Vielleicht ist Resilienz kein lauter Triumph. Vielleicht ist sie ein leiser Mut – jeden Tag neu aufzustehen, weiter zu fühlen, weiter zu gehen, auch wenn der Weg noch unscharf ist.

Und vielleicht wirst du eines Tages zurückblicken und erkennen:

Diese schwierige Zeit hat mich nicht gebrochen – sie hat mich tiefer mit mir selbst verbunden.


 
 
 

Kommentare


bottom of page